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Ihr letzter Wille

Vorsorge
Wozu ist ein Testament notwendig?

Es ist sicher nicht ganz einfach, sich mit dem Tod eines Menschen zu befassen. Noch schwerer fällt es uns jedoch, sich gedanklich mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen. Aus diesem Grund haben viele Angst davor, entsprechende Vorkehrungen zu treffen und ihren letzten Willen zu verfassen. Dabei ist ein ordentliches Testament enorm wichtig, um im Todesfall Streitigkeiten um Hab und Gut zwischen den Erben zu vermeiden und dafür Sorge zu tragen, dass die Hinterbliebenen versorgt sind.
Allerdings gelten beim Verfassen eines Testaments einige Regeln, damit dieses auch gültig ist und das Erbe auch so verteilt wird, wie es der Erblasser gewollt hat. Insbesondere Formfehler führen immer wieder dazu, dass aufgrund von unklaren Formulierungen Streitigkeiten entfachen und das Testament angefochten wird.

Eine absolute Sicherheit ist nur gewiss, wenn ein Rechtsanwalt oder Notar für den Fachbereich Erbrecht zu Rate gezogen wird.
Testament (Foto: Marco Platzek)
Was ist zu beachten?

Beim Verfassen des letzten Willens kann man viel falsch machen. So sind beim Aufsetzen des Testaments insbesondere die Form und der Inhalt zu beachten. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten der Testamentserfassung. Das "öffentliche Testament" wird vor einem Notar mündlich erklärt und dann durch diesen ausformuliert, noch einmal vorgelesen und zusammen mit dem Erblasser unterschrieben. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, ein von eigener Hand geschriebenes und unterzeichnetes Testament zu verfassen. Neben Ort und Datum muss das Testament die vollständige Unterschrift mit Vor- und Zunamen des Erblassers enthalten. Nichtig sind hingegen gedruckte Texte (PC oder Schreibmaschine) mit eigenhändiger Unterschrift oder handschriftliche Texte ohne Unterschrift. Anlagen zum Testament (z.B. Auflistung des Vermögens) sind ebenfalls ungültig, wenn sie mit Computer oder Schreibmaschine verfasst wurden.
Die Erstellung eines Testaments unter anwaltlicher oder notarieller Aufsicht empfiehlt sich immer dann, wenn Vermögenssituation und Familienverhältnisse kompliziert sind bzw. mit Schwierigkeiten bei der Anerkennung des Testaments gerechnet werden musss. Der juristische Beistand kann vor Gefahren und Hindernissen bei der Abfassung warnen, die sich dem Laien oftmals nicht bewusst erschließen.

Wer darf ein Testament verfassen?
Wen sollte man darin bedenken?

Ein Testament verfassen darf grundsätzlich Jeder, der testierfähig ist, d.h. in der Regel jeder Bürger, der die Volljährigkeit erreicht hat und im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist. Ausgenommen hiervon sind Menschen, die z.B. aufgrund von schweren, schwächenden Krankheiten oder Bewußtseinsstörungen nicht in der Lage sind, die Bedeutung der von ihnen abgegebenen Willenserklärung zu verstehen.
Personen, die unter Betreuung stehen, aufgrund ihres Gesundheitszustandes aber noch in der Lage sind eine rechtskräftige Willenserklärung abzugeben, sind grundsätzlich testierfähig. Allerdings wird diesen Personen empfohlen, sich die Testierfähigkeit von einem Arzt bescheinigen und das Testament von einem Notar ausfertigen zu lassen, damit dieses später nicht angezweifelt und angefochten werden kann.

Dem Erblasser steht es grundsätzlich frei, wen er in seinem Testament berücksichtigt. Dies können neben natürlichen Personen aber auch juristische Personen (Vereine, Hilfsorganisationen, Stiftungen etc.) oder sogar der Staat sein. Bei Änderung der gesetzlichen Erbfolge haben Ehepartner und Kinder dennoch Anspruch auf die Zahlung des sogenannten Pflichtteils.
Die Erbquote, d.h. die Festlegung, wer zu welchem Anteil erbt, muss eindeutig aus dem Testament hervorgehen. Durch ein Vermächtnis lässt sich festlegen, dass bestimmte Erbstücke an bestimmte Personen zugesprochen werden. Es ist dabei in jedem Fall ratsam, die Hilfe eines Rechtsanwalts oder Notars in Anspruch zu nehmen.

Kann man sein Testament widerrufen?

Aufgrund von Veränderungen in Familienverhältnissen oder geänderten Rahmenbedingungen kann es immer wieder notwendig sein, das eigene Testament zu ändern oder zu widerrufen. Daher kann ein Erblasser seinen letzten Willen zu jeder Zeit ändern. Der Widerruf kann entweder durch ein Widerrufstestament erfolgen oder aber durch Vernichtung, Durchstreichung oder Entwertungsvermerk. Die Vernichtung stellt von allen Formen jedoch die sicherste Variante dar.
Ein Testament, welches durch einen Notar aufgesetzt wurde, wird durch diesen immer in amtliche Verwahrung beim Nachlassgericht gegeben. Sobald das Testament durch den Erblasser aus der amtlichen Verwahrung heraus genommen wird, ist es nicht mehr gültig. Ein bestehendes Testament kann jedoch jederzeit geändert oder ergänzt werden. Das eigenhändige Testament kann an jedem beliebigen Ort aufbewahrt werden, sollte aber im Todesfall auffindbar sein. Daher empfiehlt sich auch beim eigenhändigen Testament die Verwahrung bei einem Amtsgericht, die man gegen eine geringe Gebühr beauftragen kann. Man erhält dann einen Hinterlegungsschein, den man dann bei den persönlichen Papieren aufbewahren sollte.

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